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Presseberichte

Literatur/Geschichte/
(dpa-Gespräch)
Schauspieler holt von den Nazis verbrannte Bücher «aus dem Feuer»


Göppingen (dpa/lsw) - Genau 72 Jahre nach den Bücherverbrennungen der Nazis am 10. Mai 1933 will ein Göppinger Schauspieler mit Leseaktionen «die Bücher aus dem Feuer holen». Wolfgang Klein forderte in einem dpa-Gespräch Schüler, Lehrer, Professoren und Studierende auf, die Texte der damals missliebigen pazifistischen, sozialistischen oder jüdischen Autoren an diesem Tag zu lesen und damit ein Zeichen zu setzen. Nicht die 60 Jahre nach Kriegsende mancherorts wieder massiv auftretenden Neonazis seien die Repräsentanten der Kulturnation Deutschland - «das sind vielmehr wir», sagte Klein.

Der 52 Jahre alte Künstler will mit Schauspielkollegen in vielen deutschen Städten aus den Werken von Heinrich Mann, Bert Brecht, Arthur Schnitzler, Karl Kraus oder Hugo von Hofmannsthal lesen.
Veranstalter von «Bücher aus dem Feuer holen» ist der Berufsverband Deutscher Schauspieler in München.

Genau 100 Tage, nachdem Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt worden war, marschierten Studierende und Professoren am 10. Mai 1933 durch viele deutsche Städte. Begleitet von SS und SA und umjubelt von vielen Menschen warfen sie missliebige Bücher in eigens errichtete Scheiterhaufen.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Schauspieler und Regisseur Klein mit dem Thema Bücherverbrennungen. Vereinzelt habe er in den vergangenen Jahren in Kasernen und Bibliotheken aus den Werken der in der Nazizeit als «undeutsch» geächteten Autoren vorgelesen. «Jetzt hatte ich die Idee, dieses würdige Treiben auf einen Tag zu konzentrieren», sagte Klein.

«Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus wächst - nicht nur in Deutschland», urteilte Klein. Dagegen anzugehen, sei die Sache jedes Einzelnen. «Wir Schauspieler wollen nicht immer nur jammern und fordern. Mit dieser Aktion wollen wir unsere exponierte Stellung als Künstler nutzen», erklärte der 52-Jährige. Bei der Aktion gehe es nicht darum, Schuldgefühle hervorzurufen. «Aber wir erinnern daran, dass Gedanken auch heute noch geächtet werden», sagte Klein.
 

dpa os yysw wg
130957 Mrz 05

Heidi Ossenberg
Redakteurin
Bezirksbüro Ulm
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Tel: +49 731 147-7380
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